Mariner of the Seas - 12 Nächte Kreuzfahrt im Östlichen Mittelmeer - 1. Schiffstag - Civitavecchia


Zuerst einmal: Wie kommt man vom Hotel nach Civitavecchia? Man geht wieder zur nahe gelegenen Station Roma Termini. Wer das Warten vor den Fahrkartenschaltern vermeiden möchte, geht zu einem der Fahrkarten-Automaten, an denen man problemlos eine Fahrkarte lösen kann. Dank deutscher Menüführung ist das eine Minutensache. Die Fahrkarte kostete im September 2011 übrigens 4,50 Euro pro Person. Im Besitz einer Fahrkarte heißt es dann, mit dem Rollkoffer im Schlepptau, eine längere Distanz zum Zug zu überwinden. Geschätzte 400 Meter. Auf dem Weg zum Gleis 27 beginnt man bei 26 bis 28 Grad Celsius die eigene Sparsamkeit zu verfluchen. Hat man den Zug erreicht, ist man wieder mit sich selbst im Reinen. Man sucht sich ein freies Abteil; was nicht ganz einfach ist, da auch andere Reisende den Zug nach Civitavecchia nehmen. Die Züge bieten leider keine Abstellmöglichkeiten für Koffer. Also stellen Reisende ihre Koffer auf die nächstgelegenen freien Sitzplätze und ignorieren mit schlechtem Gewissen die Reisenden, die nun gezwungen sind, anderswo einen Platz zu finden. Ein tröstlicher Gedanke: Platz ist in den Doppelstockwaggons genügend vorhanden. Die Fahrt nach Civitavecchia dauert 65 Minuten. Kurz nach Fahrtbeginn sieht man in Fahrtrichtung rechts im Übrigen die Kuppel des Petersdoms.

In Civitavecchia rollt man seinen Koffer bis zum Hafeneingang, das sind geschätzte 500 Meter. Der Weg ist nicht unangenehm. Er führt an Bars und Geschäften vorbei. Manchmal ist er sogar beschattet. Hinter dem Hafentor lauern die Shuttle-Busse, die
die Reisenden zum Schiff bringen. Am Tag unserer Einschiffung lagen neben der Mariner of the Seas noch die Grandeur of the Seas und die Celebrity Solstice im Hafen. Der richtige Bus ist leicht auszumachen.

Civitavecchia Hafen

Der Check-In verläuft professionell. Der Koffer wird im Gepäckbereich abgegeben. Wer bis dahin – wie wir - keine Banderolen für das Gepäck hatte, erhält sie dort. Danach geht es in die Check-In-Halle. Wir hatten das Pech, zusammen mit den Passagieren einer größeren australischen Reisegruppe von geschätzt 100 Passagieren einzuchecken, die die bereits wartenden Passagiere auf das Fröhlichste aufmischten. Das Einchecken beanspruchte deshalb ca. eine ¾ Stunde. Es standen wohl 20 Mitarbeiter für den Check-In zur Verfügung. Sobald ein Mitarbeiter frei wurde, wurde jeweils der nächste wartende Gast an diesen verwiesen. Ein effizientes Vorgehen. Für Mitglieder des Crown and Anchor Programms der Royal Caribbean sowie für Behinderte gibt es das Priority-Check In-Programm.

Nach dem Borden fuhren wir mit einem der 14 gläsernen Aufzüge ins 5. Deck. Der erste Eindruck vom Schiff: Gewaltig groß, sehr schön, stilvoll. Nicht die bis ins Kitschige gehende Anmutung italienischer Schiffe. In ihren Bann zog uns sofort die im 5. Deck des Schiffes gelegene Royal Promenade. - Schön auch unsere Balkonkabine im 8. Deck. Gefühlt die bisher größte Kabine an Bord eines Schiffes. Gut eingerichtet. Warme Farbtöne. Bilder an den Wänden. Ein ordentlicher Balkon. Praktisch: Sehr viel Stauraum. Ausreichend Kleiderbügel für die Garderobe. Und ehe wir uns versahen, stand unser Gepäck vor der Kabinentür. Ganz anders als ½ Jahr zuvor in Fort Lauderdale, als auf einem italienischen Schiff für den Gepäcktransport auf die Kabine 6 Stunden gebraucht wurden.

Auspacken macht hungrig. Also gingen wir ins Windjammer-Buffet-Restaurant auf dem 11. Deck, um uns zu stärken. Auch hier war der erste Eindruck positiv. In den Folgetagen bestätigte sich die positive Einschätzung. Das Restaurant arbeitet bei starker Frequentierung der ca. 3.000 Gäste an Bord jederzeit leistungsfähig. Schlangen, wie wir sie auf anderen Schiffen an Buffets hinnehmen mussten, verbunden mit dem rücksichtslosen Auftreten einzelner Gäste, erlebten wir zu keiner Zeit. Die Qualität der Speisen darf nach Art und Umfang als sehr gut bezeichnet werden. Die Sauberkeit ist beispielhaft. Für das Abräumen und Reinigen der Tische stehen ausreichend Servicekräfte zur Verfügung. Dies galt sowohl für das Frühstück, das man selbstverständlich auch im Bedienrestaurant einnehmen kann, als auch für das Mittagessen und den Nachmittagskaffe. Freigetränke sind: Diverse Säfte, Wasser, Limonade (wohlschmeckend), Kaffee und Tee.

Das Abendessen haben wir grundsätzlich im 3-stöckigen Bedienrestaurant eingenommen. Wir nutzten ab dem 2. Tag die Variante My Time Dining. Näheres hierzu siehe unter Restaurants. Und nach dem Abendessen? Das Schiff bietet vielfältige Möglichkeiten, den Abend zu gestalten. Sei es die hochwertige abendliche Show im 2-stöckigen Theater; die exzellente Eislaufshow mit ihren 10 Darstellern; die vielen Bars und Lounges (ein Urlaub reichte uns nicht aus, alles zu sehen und zu testen); das große Kasino; die Daddelspiele usw. usf. Wen dann in der Nacht schon wieder der Hunger plagt, der kann auf der Royal Promenade im Cafe Promenade nochmals etwas naschen. Rund um die Uhr – versteht sich.

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