Die Destination Malta wurde anstelle der Stadt Neapel kurzfristig ins Programm aufgenommen. Aus welchem Grund auch immer, wurde dem Schiff der Besuch Neapels verwehrt. Somit musste umdisponiert werden. Als noble Geste erhielten die Gäste pro Kabine eine „Entschädigung“ von 100,00 US$.

Wir warten also gespannt darauf, dass Malta vor uns aus dem Meer auftaucht. Gegen 11.30 Uhr ist es dann soweit, dass wir den gewaltigen Felsklotz aufragen sehen. Bald darauf drängen sich auf dem Vorderdeck die Gäste. Vorbei an einer Bohrplattform und vielen auf Reede liegenden Schiffen schiebt sich die Mariner of the Seas auf Valletta zu. Von See aus beeindrucken die Bastionen der Stadt besonders. Vor allem das Fort St. Elmo sieht gewaltig aus. Es stellt sich die Frage, wie 311 Meter Schiff durch die enge Einfahrt des Grand Harbour gebracht werden sollen. Der Laie staunt, wie Schiffsführung und Lotse es schaffen, an den Molen vorbei in den Hafen einzulaufen und das Schiff zu drehen. Nebenbei, Mein Schiff 1 liegt auch schon im Hafen, das wir von zwei Fahrten noch in sehr guter Erinnerung haben. Gute alte Bekannte sieht man gern wieder.

Der Aufenthalt an diesem Sonntag ist etwas kurz geraten: Von mittags ein Uhr bis abends neun Uhr. Was also tun, sofern man nicht an organisierten Touren teilnehmen möchte? Man schaut sich Valletta an und verzichtet auf die alte Hauptstadt Mdina, die auf einem Plateau etwa zehn Kilometer von Valletta entfernt liegt. Auch Malta kennen wir von mehreren vorherigen Aufenthalten. Wir wissen, sehenswert ist im Stadtbereich von Mdina eigentlich alles. Aber bei einem so kurzen Aufenthalt, sollte man sich auf Valletta konzentrieren. Vor allem dann, wenn die Temperatur bei 30 Grad im Schatten liegt. Der Rundgang durch Valletta weckte Erinnerungen. Wir haben Valletta genossen und werden uns noch lange erinnern. Irgendwann hat alles ein Ende. Kurz nach neun Uhr schleicht sich das Schiff aus dem Hafen. Wir blicken noch einmal auf die erleuchteten Bastionen, bevor wir zum Essen gehen.
weiterlesen: Tag 12 - Auf See