Autor: Karl W. P. Beyer

Ein weiterer Seetag. Vielfältige Aktivitäten helfen, den Tag zu verkürzen. Wer nicht auf dem Pooldeck mit den beiden großen Pools oder in einem der vier Whirlpools liegen möchte, geht in das intimere, weil ruhigere Solarium, mit seinen beiden großen Whirlpools. Oder man blickt von Deck 11 (vom Solarium ausgehend) durch eine breite Fensterfront hinunter auf die auf Deck 10 befindliche Kommandobrücke; um der Schiffsführung bei der Arbeit zuzusehen. Erstaunlich, wie ruhig und gelassen das Geschehen auf der Brücke abläuft. Wen es interessiert, der lernt Servietten zu falten, oder er geht Eislaufen. Richtig verstanden. Eislaufen! Wer es braucht, dem werden im Medi-Spa Lachfältchenbehandlung und Lippenverschönerung angeboten, usw.

Canakkale

Ein Blick Außerbords auf die Landschaft kann auch nicht schaden. Auf ihrem Weg nach Istanbul passiert die Mariner of the Seas diverse große Inseln, bevor sie zu den Dardanellen gelangt. Diese 65 km lange und bis zu 6 km breite Meerenge stellt die Verbindung zwischen dem Ägäischen Meer und dem Marmarameer dar. Nach Einfahrt in die Meerenge sieht man an Backbord Şehitler Abidesi aufragen. Ein mächtiges Denkmal, das von der Türkei zur Erinnerung an die Gefallenen des Freiheitskrieges gegen die Besatzungsmächte errichtet wurde. Steuerbord folgt bald darauf die in Kleinasien liegende Stadt Çanakkale. Das Schiff zieht wie auf einem breiten Strom durch die Meerenge. Wirklich beeindruckend.

abendsonne ueber den dardanellen

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