Celebrity Equinox - 11 Nächte Karibik Kreuzfahrt – 12. Tag Fort Lauderdale


Um 7:00 Uhr morgens lag die Celebrity Equinox wieder im Hafen von Fort Lauderdale. Der Bordinformation durften wir entnehmen, dass das Schiff seit Antritt der Reise 3.239 Nautische Meilen zurückgelegt hat. Dies entspricht einer Entfernung von ca. 6.000 km.

Kreuzfahrthafen Fort Lauderdale

Uns war mitgeteilt worden, dass wir Individualreisende gegen 10.00 Uhr vormittags mit der Gruppe 30 das Schiff verlassen könnten. Der Termin war durchaus passend. Unser Heimflug mit Iberia über Madrid nach Deutschland sollte erst am Abend ab Miami International Airport starten. Wir mussten nur von Bord gehen, auf irgendeine Art und Weise zum Flughafen von Fort Lauderdale gelangen, dort den vorgebuchten Mietwagen übernehmen und uns dann noch einen schönen Tag machen, bevor wir am Nachmittag des selben Tages den Wagen am Flughafen in Miami wieder retournieren und ins Flugzeug steigen würden.

Über Lautsprecher wurden die einzelnen Gruppen zum Verlassen des Schiffes gebeten. Die Aufrufe stockten ab Gruppe 23 merklich. Schließlich entschieden wir uns in Hinblick auf unsere Tagesplanung, die Aufrufe zu ignorieren und umgehend von Bord zu gehen. Obwohl dies nicht dem vorgegebenen Ablauf entsprach, stellte sich diese Entscheidung als sehr vernünftig heraus. Vor den Schaltern der US-Immigration hatten sich mittlerweile lange Schlangen aufgebaut. Das hätten wir am allerwenigsten erwartet. Von einer vor der Immigration postierten Celebrity-Mitarbeiterin erfuhren wir den Grund für die unerwartete Verzögerung. Da die Celebrity Equinox auf ihrer Reise Cartagena in Kolumbien angelaufen hatte, bestanden die US-Behörden auf der vollen Einreiseprozedur mit Fingerprints und Foto. Ohne den Halt in Cartagena wären wir von Bord geschlendert, hätten den US-Zoll passiert und hätten keine 1½ Stunden unserer Zeit verloren. So kann es kommen. Zu allem Überfluss erlaubte sich der Autor dieser Zeilen, im Wartebereich ein paar Fotos der Warteschlangen zu machen. Schneller als erwartet, stand ein Officer der NSA an seiner Seite und fragte sehr bestimmt, ob der Autor gerade fotografiert habe. Auf das „Ja“ folgte die unmissverständliche Aufforderung, die Bilder zu löschen. Der Löschvorgang wurde überprüft. Dinge, die an Europas Flughäfen selbstverständlich sind, sind in den USA noch längst nicht erlaubt.

Das war es dann. Im September 2012 reisen wir mit einem Schiff von Royal Caribbean erneut in die USA ein. Dann möchten wir nicht wieder auffällig werden. Wir wollen es uns nicht mit den USA verscherzen, denn wir mögen das Land.

(Karl Beyer)