Autor: Anne Plau

Aruba fällt ins Wasser, im wahrsten Sinne des Wortes. In der Nacht ist ein Unwetter aufgezogen mit schweren Gewittern und Starkregen. Es schüttet immer noch, als wir um 7:00 am Cruise Ship Terminal in Oranjestad, der Hauptstadt von Aruba, anlegen. Um uns herum ist alles grau, die Stadt kann man kaum sehen, auch keine Berge oder Hügel im Hinterland. Um 8:30 Uhr werden alle bei Holland America gebuchten Landausflüge abgesagt, das ist ein ganz schlechtes Zeichen. Am Lido Pool warten wir darauf, dass der Regen nachlässt.

Aruba - Royal Plaza

Aruba - Royal Plaza


Land unter Wasser

Gegen 11:00 Uhr erkunden wir erst einmal das Cruise Terminal. Wie Curaçao ist Aruba ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Es gibt gute Busverbindungen in alle Richtungen der Insel, die Taxipreise sind nicht überteuert, und es gibt viel zu sehen. An der Touristeninformation erfahren wir, dass die Lage auf der gesamten Insel schlecht ist. Zudem ist diese Regenmenge an einem Tag völlig ungewöhnlich für Aruba: hier fallen sonst 500ml Regen im Jahr. Und es regnet und regnet, und das Wasser läuft nicht schnell genug ab. Der öffentliche Verkehr ist eingestellt worden, auch Taxen oder die kleine Trolleybahn fahren nicht.

Aruba - Auch die Scooter sind heute unverkäuflich

Aruba - Auch die Scooter sind heute unverkäuflich


Vor dem Gebäude steht das Wasser mehr als knöchelhoch und gegenüber liegt ein Parkplatz, auf dem etliche Pkw „schwimmen“. Einige Passagiere waten barfuss oder mit Flipflops durch die Fluten, aber das ist nicht unser Ding. Also weiter warten.

Nicht unterkriegen lassen

Um 13:00 Uhr ist das Wetter besser. Der Regen hat aufgehört, das Wasser kann ablaufen, und wir können in den Ort gehen. Ein Vorankommen ist allerdings schwierig, weil die Fahrbahnen wie Bäche sind und überall angeschwemmter Unrat liegt. Teilweise müssen wir über Bohlen oder Steine balancieren.

Aruba - Mehr als ein Landregen

Aruba - Mehr als ein Landregen


Wir schaffen es bis zum Fort Zoutman, dem ältesten von den Niederländern errichteten Gebäude der Insel. Von dem pulsierenden Einkaufsparadies Oranjestad ist leider nicht viel zu sehen. Und es macht keinen Spaß hier herumzulaufen.

Aruba - Kein Regen in der Paddock-Bar

Aruba - Kein Regen in der Paddock-Bar


Auf ein Neues

Es ist so schade, und wir dürfen nicht daran denken, was wir uns alles ansehen wollten: Das California Lighthouse, die Ruinen der ehemaligen Goldminen, den Eagle Beach, der zu den 10 schönsten Stränden der Welt gehören soll und … und …und. Also werden wir noch einmal nach Aruba zurückkommen.

Als die Koningsdam um 17:00 Uhr Oranjestad verläßt scheint wieder die Sonne.

MS Koningsdam - Pinnacle Grill Restaurant

MS Koningsdam - Pinnacle Grill Restaurant


Abends essen wir im „Pinnacle Grill“, auch ein Spezialitätenrestaurant auf der Koningsdam. Hier gibt es alles aus dem pazifischen Nordwesten Amerikas: z.B. Steaks aus Washington und Lachs aus Alaska. Und natürlich weitere Leckereien, alles frisch zubereitet und außerordentlich wohl schmeckend.

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