Mein Schiff – 14 Nächte Karibik Kreuzfahrt - 5. Tag St. Lucia


Der kleine karibische Inselstaat St. Lucia wird den Inseln über dem Winde zugerechnet. Kreuzfahrtschiffe laufen den Naturhafen von Castries an. Mein Schiff legte am Pointe Seraphine Pier an.

Auf St. Lucia muss sich der Kreuzfahrer zwischen zwei Alternativen entscheiden: Besichtigungstour oder fauler Strandtag? Beides ist zu empfehlen. Wir kamen 2010 zum ersten Mal auf die Insel. Deshalb entschieden wir uns ohne zu zögern für eine Inselrundfahrt.

Wir stehen für individuelle Trips. Nur wenn es unvermeidlich ist, buchen wir eine auf dem Schiff angebotene Tour. Im Fall aller Karibikinseln kann man sich ohne Weiteres auf die Angebote vor Ort verlassen. Das gilt gerade auch für Castries. An beiden Piers (Pointe Seraphine und Queen Elizabeth II) erwarten Mitarbeiter der Taxi-Kooperative den Tagesgast und präsentieren ihm die Tourenangebote.

Mein Schiff - St. Lucia vor Pointe Seraphine

Wir entschieden uns 2010 für eine Rundfahrt. Im darauf folgenden Jahr, eine Kreuzfahrt über den Atlantik führte uns nochmals nach St. Lucia, legten wir einen Strandtag am Reduit Beach ein.

Zurück zu 2010. Schnell fand sich eine kleine Gruppe zusammen, die im Minibus verfrachtet wurde. Die etwa fünfstündige Tour führte zu den Vulkankegeln der beiden Pitons nahe Soufrière, zu den Schwefelquellen und nach Marigot Bay. Die Schwefelquellen (Sulphur Springs) werden etwas hochtrabend als Drive in Volcano bezeichnet. Auch zwischendurch gab es noch genug zu sehen. Unser Fahrer war sichtlich stolz auf sein schönes Land und ließ uns an seiner Freude an der Landschaft und der Vegetation ausreichend teilhaben. Die Tour hat inkl. Eintritt bei den Schwefelquellen und Trinkgeld für den Fahrer 87,00 US$ für zwei Personen gekostet.

Mein Schiff - St. Lucia Pitons

Welchen Ausflug hat Mein Schiff eigentlich seinen Gästen angeboten? Unter dem Titel Mit dem Großsegler auf Schatzsuche ging es mit der Brig Unicorn, einem 2-Mast-Großsegler, an der Westküste in nördlicher Richtung bis Pigeon Island. Dort wurden die Gäste in Ruderbooten ausgetendert, um das Strandleben zu genießen, oder um einen Blick auf Fort Rodneys zu werfen. Zurück an Bord der Brig rundeten Snacks und Rum- oder Fruchtpunsch den Ausflug ab. Kosten 55 Euro. Na ja, wer’s mag.

Im Hafen ging es indessen ruhig zu. Außer Mein Schiff lagen da noch die Silver Cloud von Silversea Cruises und die Freewinds, ein Schiff, das den Scientologen zugerechnet wird. An diesem, Ende 1968 in Dienst gestelltem Schiff, kann sehr schön abgelesen werden, wie sich das Design von Kreuzfahrtschiffen seither verändert hat. – Die mit 16.800 Tonnen vermessene Silver Cloud ist im Übrigen auch kein heuriger Hase mehr. Ihre Jungfernfahrt fand im April 1994 statt. Im Jahr 2009 wurde sie letztmalig modernisiert. Was für ein schönes Schiff!

Auf Mein Schiff erwachte das Schiffsleben nach 17.00 Uhr. Im Bereich der Tapas y Mas Bar war das „Schiebedach“ entfernt worden. Das ergab ein ungewohntes Cabriogefühl. Beinahe witzig klang das Angebot des Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz. Für den Abend wurden Baltisch-Nordische Schätze offeriert, d. h., die kulinarischen Schätze der Region standen – mitten in der Karibik – im Mittelpunkt der Speisekarte.

Das Theater zeigte die gelungene Tanzshow World of Dance. Und bald darauf endete für uns ein weiterer schöner karibischer Abend.