Mein Schiff – 14 Nächte Karibik Kreuzfahrt - 1. Tag La Romana


Endlich Freitag, der Tag an dem unsere Kreuzfahrt ab La Romana beginnen sollte. Doch zuvor ging es vom Münchener Hauptbahnhof mit der S-Bahn zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Dort erwartete uns ein Langstrecken-Airbus der LTU. Ja, wir sind schon bequemer auf Langstrecken geflogen. Am Flug selbst und an den Flugbetreuern gab es nichts zu mäkeln. Die Maschine jedoch stellte nicht zufrieden. Bis auf den letzten Sitz ausgelastet. Zu eng bestuhlt. Nicht jeder Fluggast ist nur 1,50 Meter hoch! In Zukunft wird nur noch Linie geflogen. Und wenn man dabei nur 5 cm Kniefreiheit gewinnt. Das ist es allemal wert. Genug geklagt.

Die Abfertigung am Flughafen von La Romana lief, wie bei TUI nicht anders zu erwarten, professionell ab. Gepäckidentifizierung, Übergabe des Gepäcks an freundliche Helfer und bald darauf ging es mit den bereit stehenden Bussen die ca. 15 km zum Hafen von La Romana.

TUI Cruises hatte den Check In hervorragend organisiert, schließlich kamen gut 300 Fluggäste an, innerhalb kurzer Zeit waren wir eingecheckt. Den Damen wurde auf dem Weg zum Schiff noch ein Röschen geschenkt, die Herren gingen leer aus und kurz darauf wurden wir an der Gangway des Schiffes Willkommen geheißen.

Der erste äußere Eindruck vom Schiff „Donnerwetter, ein mächtiges Teil“. Bislang kannten wir Mein Schiff nur von Fotos. In der Realität machen 262 Meter Länge, 14 Decks und 77.000 Tonnen optisch schon etwas her. Dazu kommt der dunkelblaue Schiffsrumpf, der erst über dem Bootsdeck ins strahlende Weiß übergeht. Die alberne, sich über das gesamte Schiff ziehende, Beschriftung erscheint uns verzichtbar. Dagegen ist das Schiffsinnere sehr geschmackvoll gestaltet. Zweifellos eine noble Adresse.

Mein Schiff - Unübersehbar

Die Außenkabine 4105, knapp über dem Kohlenkeller, präsentiert angenehme, warme Farbtöne. Die Größe der Kabine ist jedoch ein Witz. Man fragt sich unwillkürlich, wo sich denn die genannten 17 m² Kabinengröße wohl verstecken. Bei Buchung hätten wir für eine Balkonkabine gerade einmal 100 Euro mehr pro Nase zahlen müssen. Verflixte Sparsamkeit. Unser Versuch, an Bord umzubuchen, wurde leider abschlägig beschieden. Keine Balkonkabine war mehr verfügbar. Nun denn, die Kabine hat letztendlich für die 14 Nächte gereicht.

Der anschließende Schiffsrundgang festigte den ersten Eindruck, dass der Innenarchitekt und sein Team aus der vormaligen Celebrity Galaxy ein schmuckes Schiff gezaubert haben. Zum Zeitpunkt des Umbaus hatte das Schiff immerhin schon 13 Jahre lang die Meere befahren.

Um 19.00 Uhr verließ das Schiff den Hafen von La Romana, um uns zuerst zu den südlichen und danach zu den nördlichen Antillen zu bringen. Hinter uns lag bereits ein langer Tag inklusive 6 Stunden Zeitverschiebung. Jetzt war es an der Zeit, dem auf dem 5. und 6. Deck gelegenen Bedien-Restaurant Atlantik einen Besuch abzustatten. Der erste und bleibende Eindruck war, dass dieses Restaurant die beste Qualität von allen Großschiffen bot, mit denen wir zuvor gefahren waren. Dies gilt auch für die Schiffe, die danach kamen. Wir haben bislang immer nur gute Erfahrungen an Bord von Schiffen gemacht. Das Restaurant Atlantik ist jedoch bisher qualitativ noch nicht übertroffen worden. Chapeau!

Der Tag hielt dann noch eine Überraschung bereit. Im Bereich der Kabine hörten wir nach Erreichen der Marschgeschwindigkeit ein durchdringendes, pfeifendes Schiffsgeräusch, das uns veranlasste, die Kabine zu wechseln. Immerhin, ein Wechsel war möglich. Die Behandlung des Problems und die Hilfe beim Umzug in eine andere Kabine waren beispielhaft. Punkt, Satz und Sieg für TUI Cruises.