Mein Schiff – 14 Nächte Karibik Kreuzfahrt – 12. Tag Sint Maarten


16.03.2011

Am 16. März 2010 erreichten wir mit Mein Schiff die Insel Sint Maarten. Als Entdecker kamen wir zu spät. Kolumbus sichtete die Insel bereits im Jahr 1493 am Namenstag des heiligen Martin von Tours. Die nur 96 km² große Insel ist ein Unikum. Frankreich und die Niederlande teilen sich seit 1648 das Areal. Frankreich hat bei der Verteilung des Territoriums zwar 30 % mehr Land abbekommen als die Niederlande, dafür leben mehr Bürger mit holländischem Pass als Franzosen auf dem Eiland. Den rund 70.000 Inselbewohnern soll es dank der Offshore-Zone nicht wirklich schlecht gehen.

Kreuzfahrtschiffe legen für gewöhnlich im Süden der Insel, im niederländischen Philipsburg an. An manchen Tagen sollen die Passagiere von bis zu 7 Cruisern den Hafen heimsuchen. Heute lagen nur drei Schiffe im Hafen: Mein Schiff, Disney Magic und MS Ventura von P & O Cruises, ein 290 Meterschiff mit 113.000 tons. Sint Maarten ist eines der am meisten besuchten Kreuzfahrtziele in der Karibik. Wir denken, dass dies nicht allein auf die Sehenswürdigkeiten der Insel zurückzuführen ist. Davon gibt es hier so viele nicht. Es ist etwas anderes. Der Freihafenstatus macht das Einkaufen in Sint Maarten recht interessant. Das lockt vor allem die durchweg amerikanischen Besucher.
Sint Maarten - Mein Schiff und Disney Magic Sint Maarten - MS Ventura

Im Wissen darum, dass die Koffer gut gefüllt und zuhause die Schränke voll sind, hatten wir uns vor Reiseantritt entschieden, einen Strandtag in Frankreich einzulegen. Zuvor machten wir einen Besuch im französischen Marigot, im Westen St. Martins, wie es französisch heißt.

Mit dem Taxi erreichten wir schnell das 6.000 Einwohner zählende Marigot. Der Ort, übersichtlich und sauber wie er nun einmal ist, erinnert an südliche, europäische Urlaubsziele. Im Ortszentrum versuchen sich die Anbieter hochwertigen Schmucks und von Designerkleidung gegenseitig zu übertreffen. Im Uferbereich überraschten uns ein Markt mit festen Marktständen, die gediegene, kreisrund angelegte Marina und schöne Jachten. Der weit draußen ankernde imposante 5-Mast-Segler Club Med 2 verlieh dem Ort an diesem Tag zusätzlichen Glanz. Auf einer Erhebung über Marigot wacht Fort Louis.

Sint Maarten - Marktstände
Sint Maarten - Marina
Sint Maarten - Fort Louis
Sint Maarten - Club Med 2
 
 

 

Die höchste Erhebung der Insel ist mit 424 Metern der kegelförmige Pic Paradis, der mit Autos oder zu Fuß bewältigt werden kann. Die Aussicht von dort oben wird als gut beschrieben. Uns zog es nicht auf den Berg, sondern an die Baie Orientale im Nordosten der Insel. Der ca. 3 km lange Strand ist in 5 Abschnitte gegliedert. Wir entschieden uns für den mit Bikini Beach bezeichneten Abschnitt. Vor dem gesamten Strand liegt ein Riff, das ruhiges Wasser und angenehmes Baden, Schnorcheln usw. garantiert. Der Strand fällt sanft ab. Kinder sind hier hervorragend aufgehoben. Mehrere freundliche Strandbars sorgen für das richtige Strand-Ambiente, als da wären Speisen, Sonnenliegen und Sonnenschirme. Wir testeten alles. Wer will, kann einen Katamaran-Segler oder einen Jetski mieten, oder einfach nur eine Strandwanderung machen. Für die haben wir uns entschieden.

Sint Maarten - Bikini Beach
Sint Maarten - Liegen am Bikini Beach
Sint Maarten - Strandleben

Zurück ging es mit einem Minibus. Regelmäßig halten am Zugang zum Bikini-Beach diese Busse. Wir erinnern nicht mehr den Fahrpreis für die ca. 15minütige Fahrtstrecke zurück nach Philipsburg. Er lag pro Person jedenfalls im einstelligen Dollar-Bereich. Unterwegs musste die Fahrt noch einmal kurz unterbrochen werden, da eine Glucke sich entschlossen hat, ihre Küken unbedingt über die gut befahrene Straße zu lotsen. Alles kein Problem für unseren Fahrer. Er freute sich offensichtlich, uns Urlaubern diese Idylle präsentieren zu können. Um die Duty-free-Geschäfte im Zentrum machten wir einen Bogen. Stattdessen schauten wir uns noch kurz einmal in den schmucken Läden in der Pier-Zone um, bevor wir wieder an Bord gingen.

Sint Maarten - Sammeltaxi am Strand
Sint Maarten - Läden in der Pierzone
Sint Maarten - Das hoffen wir auch

Am Abend erlebten wir dann die mit viel Aufhebens angekündigte leicht esoterische Show Aqua. Man versprach uns einen Abend zum Träumen, sinnliche Choreografie und einzigartige Kostüme. Nett gemacht, vom Hocker hat es uns aber nicht gerissen.

Um 22.30 Uhr mussten noch einmal die Bartender ran, um den Bar-Champion zu küren. Immer wieder erstaunlich, was den Kreuzfahrtdirektoren alles einfällt, um die Paxe bei Laune zu halten.