Mein Schiff – 14 Nächte Karibik Kreuzfahrt – 6. Tag Antigua


Antigua und Barbuda bilden einen unabhängigen Staat. Beide Inseln und die dazugehörende unbewohnte Insel Redonda liegen im Einflussbereich des Regen spendenden Nordost-Passatwindes. Bis zu zwei Meter Niederschlag sorgen für üppiges Grün. Die Sonne garantiert kräftiges Pflanzenwachstum. Mein Schiff lief die im Nordwesten der Insel gelegene Hauptstadt St. John’s an. Hier, in einem der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen der Karibik, können an einem Tag bis zu 5 Schiffe docken. An diesem Tag ging es ruhig zu. Neben uns lag nur die Caribbean Princess von Princess Cruises am Pier. Die Caribbean Princess ist mit knapp 113.000 BRZ deutlich größer geraten als Mein Schiff. Es sollen 3.600 Gäste an Bord Platz finden.

Die amtliche Tourismuswerbung beider Inseln versteigt sich zu der Feststellung „The Beach ist just the beginning ...“. Das klingt vielversprechend. Wir finden allerdings, dass sich der Gast auf Antigua schon mühen muss, Sehenswertes zu entdecken. An Eklatantem mangelt es zumindest. Wir betrachten die Insel als ideales Ziel für Wassersportler. Es wurden 365 feinsandige Strände gezählt. Für jeden Tag des Jahres steht einer zur Verfügung. Zwar ist nicht jeder Strand sehenswert. Mit dem südlich von St. John’s gelegenen Jolly Beach macht man jedoch nichts falsch. - Taucher fahren über Jolly Beach hinaus, zum 4 km langen, extrem fischreichen Cades Reef.

Der Transport zum „Traumstrand“ erfolgt mit Sammeltaxen. Am Ende des Piers erwarten die Mitarbeiter der Taxi-Kooperative die Reisenden und verteilen die Fahrgäste auf die wartenden Taxen. Die Hin- und Rückfahrt kostet nur ein paar Dollar; 6 US$ um es genau zu sagen. Das in Bad Homburg ansässige Antigua and Barbuda Department of Tourism weist auf seiner deutschen Homepage darauf hin, dass die Taxen an feste Tarife gebunden sind. Es wird empfohlen, vor Fahrtantritt den Fahrpreis zu erfragen. Unbedingt zu beachten sei, ob der Preis in US$ oder in East Caribbean Dollar angegeben wird. Wir haben allerdings bislang nur erlebt, dass bei Urlaubern dem Yankee-Dollar nachgejagt wurde. Übrigens, auch Taxifahrer freuen sich über ein ortsübliches Trinkgeld von ca. 10 Prozent. Mein Schiff bietet den Transfer zum ein paar Kilometer weiter nördlich liegenden Runaway Beach für 35 Euro an.

Was bietet der schön gelegene, sanft abfallende Jolly Beach? Etwa einen Kilometer feinsandigen Strand, Strandliegen und Sonnenschirme und wenigstens eine Strandbar, in der wir freundlich bedient wurden. Das türkisfarbene Wasser ist klar. Schwimmen ist auch für Kinder nicht gefährlich.

Antigua Jolly Beach

Wie Barbados versteht sich auch St. John’s als Duty-free-Zone. Ob Schweizer Nobeluhren oder amerikanische Modelabel, alles ist verfügbar. Zwar ist das Angebot gegenüber Barbados eingeschränkt. Doch muss es sich wohl rechnen.

Das Ablegemanöver war für 18.00 Uhr angesetzt. Also mussten wir Antigua goodbye sagen. Wieder an Bord trafen wir auf die übliche Bespaßung. Interessantes war allerdings auch im Angebot. Beispielsweise das Lektorat im Konferenzraum zum Thema Fluch der Karibik: Tropische Stürme. Wer wollte, konnte am Sushi Workshop teilnehmen. Der Küchenchef und sein Sushi-Meister leiteten die Novizen an. So etwas kostete den Gast 20 Euro.

Um 19.00 Uhr startete im Steakhouse Surf & Turf das Dinnertheater Rondo Ricardo. Das Vier-Gang Menü kostete inklusive korrespondierender Weine 42 Euro pro Person.

Ab 21.30 Uhr begann auf Deck 11 die Poolparty mit dem großen Früchtebuffet. Obst vieler Sorten wurde opulent drapiert. Eisskulpturen bildeten dazu den passenden Rahmen.