Brilliance of the Seas - 13 Nächte Transatlantik Westbound - 3. Schiffstag - Lerwick / Shetlands


Montag

Morgens um 7:00 Uhr schauen die Einwohner Lerwicks – sofern sie am Wasser wohnen – auf die im Bressay Sound liegende Brilliance of the Seas. Wer von deren Gästen an Land gehen möchte, durchläuft die Kontrolle der Einwanderungsbehörden ihrer Majestät noch an Bord des Schiffes. Diese unabdingliche Formalität ist ruckzuck beendet. Kurz darauf sitzen wir im Tender, der uns an Land bringt. Die Fahrtzeit zu "Britains most northerly town" beträgt ca. zehn Minuten. Keine Welle ist zu spüren.

Die Brilliance of the Seas im Bressay Sound

Die meisten Schiffsgäste dürften sich einer der vielen Schiffstouren ins südliche Mainland angeschlossen haben. Wir Individualisten werden uns innerhalb Lerwicks bewegen. Noch im Hafengebiet sind im dortigen Zweigbüro des Tourist Office die ersten Informationen über Lerwick erhältlich. Wir wissen, dass es allerhand zu sehen gibt. Beispielsweise die Festung Fort Charlotte und das Rathaus Lerwicks. Die folgende Shetland Library verschmähen wir, so sehr sind wir doch nicht an Shetlands Schriftgut interessiert.

Clickimin BrochClickimin BrochBeachtung schenken wir dagegen dem Klippenweg, der uns zu Clickimin Broch führt. Das ist ein etwa 2.600 Jahre alter Wohnturm, der sich dank Restaurierung in einem vorzüglichen Zustand befindet. In solchen wehrhaften Gebäuden wohnten die vormaligen Einwohner des Landes auf engstem Raum mit ihren Vorräten, ihrem Viehzeug, Hund und Katz und wem auch immer.

 

Weiter geht es dann über denselben Klippenweg vorbei an vielen Seevögeln hinauf zum hoch gelegenen Aussichtspunkt The Knab.

Blick von the Knab

Der Aufstieg auf die Anhöhe lohnt. Der Blick auf die gegenüberliegende Insel Bressay ist sehr schön. An der Küste soll es Seehunde geben. Wir sehen keine. Vorbei am Friedhof, den Anderson Homes und den Lodberries geht es danach zurück zum Hafen.

Am Hafen von Lerwick

Die Geschäfte der Commercial Street, der Hauptstraße Lerwicks, schauen wir uns auch noch an. Unwillkürlich fühlen wir uns in eine andere Zeit versetzt. Die Läden sind überwiegend klein. Es fehlen Ladenketten bekannter Anbieter und vieles mehr von dem, was uns im Leben so bequem und wichtig erscheint. - Der Besuch in Lerwick darf als gelungen bezeichnet werden. An diesem Tag sehen wir viel. Das Wetter spielt mit. Die Kleidung bleibt trocken. Um 17:00 Uhr gibt der Kapitän den Befehl zum Auslaufen.

Abends im Theater ein Auftritt des Craig Halliday. Der uns bis dato unbekannte Künstler ist ein großartiger, virtuoser Geiger, der faszinierend auf einer elektrischen Violine spielt. Dabei bietet er eine gelungene Show mit diesem Instrument, das mit Tausenden Swarovski-Steinen bestückt ist. Im wahrsten Sinne des Wortes eine „glänzende“ Darbietung.

weiterlesen: 4. und 5. Schiffstag