Brilliance of the Seas - Tage 4 und 5 - Auf See


Für diesen Tag stehen die Färöer Inseln auf der Tagesordnung. Es kommt anders. Wegen vieler im Bereich der Schiffsroute liegender Tiefdruckgebiete entschied die Schiffsführung am Vortag, den Gästen, der Crew und dem Schiff eine ruhige Fahrt zu gönnen. Das Tagesziel Klaksvik ist wohl oder übel gestrichen. Die Brilliance of the Seas hält auf Island zu. Neue, geplante Ankunftszeit ist abends am Folgetag und nicht erst am Tag darauf.

Die Wellen sind mächtig. Die Wellenhöhe beträgt laut Informationen von der Brücke 5 bis 7 Meter. Immer wieder erschüttern schwere Brecher das Schiff. Dazu scheint die Sonne. Das Bootsdeck ist wegen starken Windes gesperrt. Die automatischen Glasschiebetüren könnten Schaden nehmen. Der "Cruise Compass" enthält noch die wesentlichsten Informationen zu den Färöern. Sehr schade, dass wir sie nicht zu sehen bekommen.

Schwere See

Das Tagesprogramm ist abwechslungsreich wie immer. Wir ziehen uns ins Solarium zurück und verbringen einen Teil des Tages lesend. Abends folgen wir der Einladung der Crown & Anchor Society zur Welcome Back Party. Die Veranstaltung läuft in gediegenen Rahmen ab. Mit Getränken wird großzügig umgegangen. Das umfangreiche Buffet lässt Freude aufkommen. Der dänische Kapitän begrüßt die Gäste aufs herzlichste und zieht den Vergleich zwischen den 5 Millionen Mitgliedern der Crown & Anchor Society und seinem Heimatland Dänemark, das vergleichbar viele Einwohner hat. Später tritt eine Sängerin im Theater auf. Wir gehen stattdessen über das Schiff. Aus Gründen der Vorsicht wurde das Wasser aus den Schwimmbecken ausgelassen. Nur die Whirlpools sind noch in Betrieb.

Am späten Abend folgt noch eine großartige Show im Atrium des Schiffs. Angeführt von der Kreuzfahrtdirektorin sorgt die Entertainment-Truppe des Schiffs zu Tanzrhytmen der 70er-Jahre für ausgelassene Stimmung an Bord. 

Die Brilliance of the Sea kommt offenbar schneller voran als gestern angekündigt. Die See ist spiegelglatt. Der Kapitän empfiehlt, auf Wale zu achten. Sechs hätte man schon von der Brücke aus gesehen.  Wir sehen leider keinen der Meeressäuger. Der Kapitän überrascht und erfreut zudem mit der Durchsage, das Schiff würde bereits nachmittags in Reykjavik anlegen. Für Kurzentschlossene werden Touren zur BlauenLagune angeboten.

Etwa um elf Uhr morgens sehen wir die Südwestküste  von Island. Das Wetter stimmt. Wir sind guten Mutes, Reykjavik bereits an diesem Tag zu sehen. An Backbord erscheint etwas später ein mächtiger Vogelfelsen. Davor ein Fischkutter. Für unser Empfinden sind wir schon nah an der Küste. Der Kapitän meldet sich am frühen Nachmittag mit der Feststellung, unser geplanter Liegeplatz sei noch durch ein anderes Schiff, die Crystal Symphony, blockiert.

Islands SüdwestküsteVogelfelsen und Fischkutter vor Island

Bis dahin wird vor Islands Küste gekreuzt. Nicht von ungefähr heißt es Kreuzfahrtschiff. In der Ferne sehen wir den küstennahen Snæfellsjökull, den 1446 m hohen schneebedeckten Vulkan. Später informiert uns der Kapitän erneut, dass die Crystal Symphony nicht ablegen könne. Der von See kommende Wind sei so stark, dass es ihr nicht möglich sei, mit der Kraft ihrer Maschinen den Liegeplatz zu verlassen. Bei der Crystal Symphony handelt es sich immerhin um ein 51.000-Tonnen-Schiff von 238 Meter Länge!

Vulkan Snaefallsjökull

Um neun Uhr abends sind wir noch immer auf See. Eine Stunde später kommt die erlösende Nachricht, der Liegeplatz ist frei. Der Wind hat nachgelassen. Jetzt ist unsere Zeit gekommen. Wir passieren noch die Crystal Symphony, die nun auf dem Weg nach Halifax ist. Dann liegen wir endlich gut vertäut am Skarfabakki-Kai in Reykjavik. Das Wetter ist hinreichend schlecht. Jetzt müssen wir nicht mehr von Bord gehen. An Bord wird fröhlich gefeiert. Am nächsten Tag wird uns ein Besatzungsmitglied mitteilen, sie sei mit Anderen noch von Bord gegangen. 

Hully-Gully vor Island

Abends gibt es im Theater eine Show mit dem Entertainer Delisco, der uns als neuer Michael Jackson vorgestellt wird. Tüchtig diese jungen Leute!

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