MSC Poesia – 17 Nächte Kreuzfahrt Transatlantik – 7. bis 11. Schiffstag – Seetage


Samstag

Das Schiff fährt mit Kurs 65 Grad Ost-Nordost in Richtung Madeira. Die See ist ruhig. Ententeich. Unter uns die Tiefen des Atlantik. Über uns die wärmende Sonne. Wer bis 10.30 Uhr noch keinen Liegestuhl gefunden hat, wird ihn heute wohl schwer finden. Vielfältige Unterhaltung wird geboten: die Cocktail Vorführung auf dem Pooldeck, der Rumba-Tanzkurs, das Champions- (Team-) Quiz usw. Nicht zu vergessen der Galaabend. Für Unterhaltung ist in jedem Fall gesorgt.


Sonntag

Der zweite Tag der Atlantikquerung bringt anfangs etwas Regen. Danach klart es wieder auf. Die Sonne lockt. Wir starten mit einer Runde Walking auf dem Bootsdeck. Dieses Deck fristet sein Dasein im Stillen. Im Seenotfall ist es unverzichtbar. Für das Tagesgeschehen spielt es kaum eine Rolle. Wer sein Laufpensum in Ruhe absolvieren möchte, der ist hier gut aufgehoben. Läufern wird die Möglichkeit geboten, Distanzen von ca. 500 Metern an einem Stück zu laufen, bevor sie umkehren müssen. Wie dies möglich ist? Die Steuer- und Backbordseiten sind im Bugbereich durch einen breiten, hinter dem Theater entlang führenden Gang miteinander verbunden.

Andere Kreuzfahrer starten den langen Seetag mit einem zünftigen Frühschoppen auf dem Pooldeck. Um 15.00 Uhr referiert der Sommelier in der Weinbar. Im MSC Aura Spa werden Lavastein-Massagen, Fitnessstunden usw. angeboten. Am Abend muss der Gast sich entscheiden zwischen Melodien aus Madame Butterfly und der Miss Poesia Wahl. Zum späten Abend laden die Bars mit ihren Live-Musikern ein. Es soll uns an nichts fehlen.


Montag

Der dritte Seetag überrascht mit stürmischen Winden. Später wird die Brücke von 9 Beaufort berichten. Stabilisatoren sind nicht ausgefahren, da der Druck auf die Flossen zu stark wäre. Sie könnten beschädigt werden. Das Schiff liegt erstaunlich ruhig. Der Verfasser dieser Zeilen neigte in jungen Jahren zur Seekrankheit. Er verspürt heute jedoch kein Unwohlsein. Mit zunehmendem Alter soll die Anfälligkeit für Seekrankheit nachlassen, vermutlich liegt das Wohlbefinden aber an der Stabilität des Schiffes; 293 Meter Länge lassen sich nicht so ohne Weiteres herumschubsen. Eines ist jedoch deutlich zu vernehmen: starke und laute Schläge gegen die Bordwand. Das Schiff hält das aus. Schließlich ist es nicht aus Pappe.

Um 10.30 wird mittels einer Multimedia Präsentation hinter die Kulissen des Schiffs geblickt. Sehr interessant. Wir besuchen solche Veranstaltungen auf Schiffen regelmäßig und hören immer wieder Neues. Beeindruckend z. B. die beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen mit je 750 m3 Kapazität pro Tag. Oder das Antriebssystem: Dieselmotoren erzeugen Strom, mit denen dann die E-Motoren angetrieben werden. Durch den Vortrag versäumen wir die gleichzeitig auf dem Pooldeck laufende Präsentation der Obst- und Gemüseschnitzkunst. Es gibt den Tag über noch vieles Andere zu erleben. Und so geht der Tag dahin.


Dienstag

Heute lockt uns wieder schönes, sonniges Wetter auf das Pooldeck. Vielfältige Bordaktivitäten sind zu genießen. Das Animationsteam und die Ottawa Band proben um 14.30 Uhr im Theater für die Mega Talent Show (und wir sind wieder nicht dabei); in der Bar dei Poeti wird zu einem Smaragd-Seminar geladen; Francesco lädt zum Tanzkurs, heute steht Jive im Mittelpunkt. Dies ist nur eine kleine Auswahl. Niemand soll sich langweilen.


Mittwoch

Erneut ein schöner, sonniger Tag. Wir erinnern nur wenig Wind. In Richtung Europa wird es langsam kühler. Seit fünf Tagen sehen wir heute in weiter Entfernung das erste Schiff. Täglich halten wir Ausschau nach Walen und Delfinen. Wir meinen, heute 5 Delfine gesehen zu haben. Leben hier, weit draußen im Ozean, überhaupt Delfine? Am Folgetag werden wir eine Walfontäne sehen. Na, immerhin.

Ansonsten gilt für das Bordleben same procedure as every day. Der Garderoben-Vorschlag für heute lautet: Festlich. Also ist wieder ein Galaessen angesagt.

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