MSC Poesia – Tag 12 – Auf See und in Funchal


Donnerstag

Am sechsten Seetag werden wir von stürmischen Winden, kühlen Temperaturen und Nieselregen geweckt. Das ist nicht unbedingt der Hit. Die gute Nachricht ist: Wind und Nordäquatorialstrom haben das Schiff beschleunigt. Bereits heute Abend werden wir Madeira und unseren Hafen Funchal erreichen. Die Ankunftszeit ist mit acht Uhr abends bestimmt worden.

Es geht dann noch etwas schneller. Am späten Nachmittag ragt vor uns Madeira aus dem Meer empor. Wir fahren am Cabo Girão vorbei, dessen 560 Meter hohe Klippe im Licht der Abendsonne leuchtet. Danach folgt der Ort Câmara de Lobos und kurz darauf sehen wir auch schon Funchal. Auf Madeiras Bergen liegt noch Schnee. Das haben wir zuvor noch nie gesehen. Das Schiff gleitet sehr nah an den Hotels von Funchal Lido vorbei. Später folgen Reid’s Palace und das mächtige von Oscar Niemeyer entworfene Pestana Casino Park-Hotel, das über dem Hafen von Funchal liegt. Von dessen Hotelterrassen und den Balkonen haben wir, bevor wir „Kreuzfahrer“ wurden, auf die Kreuzfahrtschiffe hinunter gesehen und überlegt, wie es wohl wäre, mit einem solchen Schiff zu fahren. Nun schauen wir im umgekehrten Fall vom Schiff zu diesem attraktiven Hotel hinüber.  Mein Schiff 1 von TUI Cruises hat gerade den Hafen verlassen. Schade, wir hätten es gern von Nahem gesehen. Mit diesem Schiff verbinden wir zwei angenehme Kreuzfahrt-Erinnerungen.

madeiera suedkueste

Der Rest ist Routine. Der Lotse kommt an Bord und bald darauf umrunden wir die Hafenmole und kommen am modernen Kreuzfahrtterminal an. Uns gegenüber sehen wir die MS Vistamar von Plantours & Partner. Mit ihren 121 Meter Länge wirkt sie im Vergleich zur MSC Poesia wie ein Zwerg.

MSC Poesia - Madeira der Lotse übernimmt

Das Bordreisebüro hat schnell noch mit der 3stündigen Funchal Dinner & Folklore Show ein special event für den Abend gestaltet. Die Show, Abendessen und Volkstänze zum Preis von 75 US$. Nichts für uns. Wir lieben es individuell. Obwohl es beim Dinner den wohlschmeckenden Schwarzen Degenfisch aus den Tiefen des Meeres geben soll.

Das Schiff wird um sieben Uhr zum Landgang freigegeben. Um Zeit zu sparen, essen wir heute im Buffet-Restaurant zu Abend. Wir verlassen das Schiff und machen uns, vorbei an den wartenden Taxen, zu Fuß auf den Weg nach Funchal.

Funchal hat vieles zu bieten. Die Stadt ist wie ein Amphitheater an den Hang gebaut. Bei Dunkelheit ist der Hang ein Lichtermeer. Der Kreuzfahrthafen ist Teil der Stadt Funchal. Bis ins Zentrum, genauer die neben der Avenida do Mar verlaufende Uferpromenade, sind es dann doch 30 Minuten Fußweg. Wir schlendern durch die Altstadt. Einzelheiten hierzu findet ihr in unseren Beiträgen Malaga Sehenswürdigkeiten und Malaga - Individuelle Touren. Es zieht uns ins Café do Museu an der Praça de Municipio. Nach einigen Gläsern regionalen Weins ist es doch sehr spät geworden. Der Folgetag fordert uns mit dem geplanten Ganztagsprogramm. Zeit, zum Schiff zurück und ins Bett zu gehen. Im Hafenbereich kommt uns breit lächelnd Kapitän Romano entgegen, den es zu später Stunde noch vom Schiff getrieben hat.

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